
Vor dem Weinfest habe ich noch gesagt: Wer am Samstagnachmittag bei uns vorbeischauen möchte, sollte besser nicht zu spät kommen. Wir hofften auf ein volles Haus. Dass es dann so voll werden würde, hätten wir selbst nicht erwartet.
Um 12 Uhr ging es noch ganz gemütlich los. Die ersten Gäste tröpfelten langsam bei uns ein – schliesslich mussten sie sich zuerst durchs Dorf und an den anderen Ständen vorbei zu uns hocharbeiten. Ab etwa 16 Uhr änderte sich das Bild dann ziemlich schnell. Immer mehr Menschen kamen zu uns hoch und gegen 18 Uhr war unser Weingut voll. Richtig voll.
In diesem Moment habe ich das selbst gar nicht so richtig realisiert. Ich war eigentlich nur noch am Herumspringen: Nachschub organisieren, Fragen beantworten, schauen, dass alles läuft und gleichzeitig darauf achten, dass bei so vielen Menschen nichts passiert. Für längere Gespräche blieb kaum Zeit.
Erst im Nachhinein wurde mir bewusst, was an diesem Wochenende bei uns eigentlich los war. Wir sind vielleicht ein bisschen naiv an die Sache herangegangen – aber es hat funktioniert und unsere Erwartungen bei Weitem übertroffen.




Eine Premiere war unser Day Dance am Samstag. Zum ersten Mal wurde unser Wingert zur Tanzfläche – mit DJs, elektronischer Musik und ziemlich vielen Menschen.
Natürlich waren wir im Vorfeld gespannt, wie die Idee ankommen würde. Die Rückmeldungen waren aber durchwegs positiv – von den jüngeren Gästen bis zum älteren Publikum. Besonders schön war für mich zu sehen, dass die Menschen, die zu uns kamen, wirklich Lust auf genau diese Art von Fest hatten und geblieben sind.
Auch Tage später erreichen uns noch immer tolle Rückmeldungen. Das freut mich enorm und zeigt uns, dass wir mit der Idee etwas getroffen haben.



So ein Wochenende funktioniert allerdings nicht alleine. Pro Schicht waren rund 20 Helferinnen und Helfer im Einsatz. Zum Glück! Früher habe ich solche Anlässe teilweise mit fünf Personen organisiert. Dieses Mal wäre das schlicht unmöglich gewesen.
Alle haben voll mitgezogen – und teilweise weit mehr gemacht, als sie eigentlich mussten. Man hat gemerkt, dass auch unsere Helfer Freude daran hatten, Teil dieses Festes zu sein. Genau das hat die Stimmung im Team ausgemacht.
Am Samstag die grosse Fete, am Sonntag dann alles etwas gemütlicher und Zeit zum Runterkommen: Für mich war eigentlich das ganze Wochenende ein einziges Highlight. Vor allem aber zu sehen, wie viele Menschen wegen dem, was wir auf die Beine gestellt hatten, den Weg zu uns hoch gefunden haben.




Natürlich haben wir auch einiges gelernt. Rund 360 Gläser gingen kaputt oder kamen nicht mehr zurück, beim nächsten Mal darf der Kühlwagen etwas grösser sein und zwei, drei Dinge können wir sicher noch optimieren.
Aber im Grossen und Ganzen hat alles funktioniert. Und bei einem Fest in dieser Grösse ist das alles andere als selbstverständlich.
Was für mich deshalb vor allem bleibt, ist Dankbarkeit. Danke an alle Gäste, die zu uns gekommen sind. Danke an unsere Helferinnen und Helfer, die dieses Wochenende mitgetragen haben. Und danke an alle, die mit uns gefeiert, getanzt und angestossen haben.
Nur zusammen war dieses Weinfest möglich.
Und wer nochmals eintauchen möchte: Unser Video bringt euch die Stimmung dieses Wochenendes direkt zurück.
Cheers und bleibt neugierig,
Euer Thomas Lampert
